
Große Fortschritte in Sachen Digitalisierung an Jenaer Schulen
Die Infrastruktur für den digitalen Unterricht hat sich an den Jenaer Schulen in den vergangenen Jahren deutlich verbessert. Diese Bilanz zieht der Fachdienst Jugend und Bildung der Stadt Jena nach dem Ende des Förderzeitraums des „Digitalpakts Schule 2019 bis 2024“. Im Rahmen dieses ersten Digitalpakts hatten Bund und Bundesländer Gelder bereitgestellt, um die Voraussetzungen für Bildung in der digitalen Welt an den Schulen bundesweit spürbar zu verbessern. Die Stadt Jena konnte insgesamt gut 12 Millionen Euro des Bundes und des Freistaates Thüringen investieren.
„Dass die Jenaer Schulen in diesem Umfang von dem Digitalpakt profitieren konnten, ist der großartigen Teamarbeit der Mitarbeitenden in der Verwaltung zu verdankten",
betonte Johannes Schleußner, Dezernent für Bildung, Jugend, Kultur und Sport. Besonders würdigte er das Team vom Medienzentrum um dessen Leiter Peter Jerie, das zur Schulverwaltung gehört, sowie den Haushaltsbereich des Dezernats um Leiterin Birgit Baum.
„Durch die gute Zusammenarbeit aller beteiligten Bereiche, die enge Abstimmung und das agile Agieren konnten für die Jenaer Schülerinnen und Schüler sehr gute Voraussetzungen für digitales Lernen geschaffen werden. Auch in den kommenden Jahren wird die Digitalisierung an Schulen eine bestimmende Aufgabe für die Schulentwicklung in unserer Stadt bleiben. Ich bin froh und dankbar, dass wir gut aufgestellt sind, um die nächsten notwendigen Schritte zu gehen."
Fördergelder für digitale Endgeräte und technische Unterstützung
2019 hatte der Stadtrat die Umsetzung des Digitalpakts in Jena beschlossen. Bereits in jenem Jahr konnten Fördergelder in Höhe von 6,7 Millionen Euro gebunden werden. Außerdem hatte das Land Thüringen eine Förderung von Supportaufwendungen für die Gemeinden aufgelegt, wodurch von 2019 bis 2024 jährlich rund 180.000 Euro eingesetzt werden konnten. Während der Corona-Pandemie gab es zusätzliche Fördergelder für digitale Endgeräte für Schüler und später auch für Lehrer. Auch Supportausgaben wurden zusätzlich ab 2020 über den Digitalpakt abgesichert.
In den vergangenen Jahren schuf der städtische Eigenbetrieb Kommunale Immobilien Jena (KIJ) an allen Schulstandorten die notwendigen Voraussetzungen für die Umstellung: Nicht nur neue Netzwerkschnittstellen wurden eingerichtet, sondern auch zahlreiche Räume neu verkabelt. Damit ausreichend Anschlusskabel für die neuen Displays, PCs und weitere Geräte zur Verfügung stehen, mussten nicht nur neue Kabel verlegt, sondern teilweise auch neue Verteilerräume eingerichtet werden.
Zugang zu verschiedenen Diensten über den Schulserver
Das Team des Medienzentrums sorgte dafür, dass alle Schülerinnen, Schüler, Lehrerinnen und Lehrer, aber auch Sekretariate, über ein Login verschiedene Dienste nutzen können. Nach der Anmeldung stehen ihnen Mail-, Cloud-, Chat-, Geräte- und WLan-Nutzung zur Verfügung. Alle Schulserver wurden dafür auf ein einheitliches Open-Source-System umgestellt. Für diese Dienste wurde ein zusätzlicher Förderschwerpunkt „Zentrale Schulträgerangebote" (Digitalpakt Teil 3) beantragt, der mit 218.000 Euro gefördert wurde. Auch wenn die einzelnen Schulen bei der Digitalisierung unterschiedlich schnell vorankommen, nutzen mittlerweile alle Jenaer Schulen diese Dienste.
Eine weitere Zielsetzung war, möglichst jeden Unterrichtsraum mit einem 86-Zoll-Bildschirm auszustatten. Über diesen können Lehrkräfte Inhalte darstellen, er kann aber auch von Schülerinnen und Schülern genutzt werden, um die auf ihren mobilen Endgeräten erstellten Ergebnisse zu präsentieren. Insgesamt konnten die Jenaer Schulen bereits mit mehr als 400 dieser Bildschirme ausgestattet werden - 170 davon durch eine Zusatzförderung im vergangenen Jahr.
Förderungen im Überblick
- Digitalpakt Schule (Bescheid 1 & 2): 8.268.000,00 Euro
- Digitalpakt Servertechnik Medienzentrum: 218.000,00 Euro
- Zusatzförderung: digitale Endgeräte Schüler + Sondervermögen: 1.163.000,00 Euro
- Zusatzförderung: digitale Endgeräte Lehrer: 782.000,00 € + Nachförderung: 40.000,00 Euro
- Supportmittel des Landes: 904.000,00 Euro
- Digitalpakt Administration: 773.000,00 Euro
= Gesamtumfang: 12.148.000,00 Euro
Davon wurden durch KIJ circa 5.047.000 Euro in Baumaßnahmen investiert, für die Schulausstattung und deren Support wurden Mittel im Umfang von 7.096.000 Euro aufgewendet.